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Grunderwerbsteuer · Daten

Grunderwerbsteuer im Ländervergleich: dieselbe Immobilie in 16 Ländern

Was derselbe Kauf an Grunderwerbsteuer kostet, je nachdem in welchem Land die Immobilie liegt: bei 300.000 €, 500.000 € und 800.000 € Kaufpreis, mit Stichtag und Beleg für jeden Satz.

Stand: Oktober 2026Veröffentlicht: Von: Redaktion Immobilien-SteuerrechnerVerantwortlich: Max Caramann

Bei 500.000 € Kaufpreis kostet die Grunderwerbsteuer 2026 zwischen 17.500 € in Bayern (3,5 %) und 32.500 € in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein (6,5 %). Derselbe Kauf ist damit je nach Land um bis zu 15.000 € teurer; bei 800.000 € sind es 24.000 €.[F-GRE-04][F-GRE-06][F-GRE-12][F-GRE-14][F-GRE-17]

Jedes Land setzt den Satz selbst fest; wo es keinen eigenen beschlossen hat, gilt der Bundessatz, so in Bayern.[F-KNBY-02][F-KNBY-03] Die Steuer wird auf volle Euro abgerundet.[F-KNBY-04] 7 der 16 Länder verlangen 6,0 % oder mehr.

Alle 16 Länder bei drei Kaufpreisen

Grunderwerbsteuer nach Bundesland, Stand 26.09.2026
LandSatzGilt seit300.000 €500.000 €800.000 €Mehr als in Bayern bei 500.000 €Beleg
Bayern3,5 %01.01.199710.500 €17.500 €28.000 €–F-GRE-04, teils Primärtext, teils Sekundärbeleg
Baden-Württemberg5,0 %05.11.201115.000 €25.000 €40.000 €7.500 €F-GRE-03, Primärtext geprüft
Niedersachsen5,0 %01.01.201415.000 €25.000 €40.000 €7.500 €F-GRE-11, Primärtext geprüft
Rheinland-Pfalz5,0 %01.03.201215.000 €25.000 €40.000 €7.500 €F-GRE-13, Sekundärbeleg, Primärtext ausstehend
Sachsen-Anhalt5,0 %01.03.201215.000 €25.000 €40.000 €7.500 €F-GRE-16, teils Primärtext, teils Sekundärbeleg
Thüringen5,0 %01.01.202415.000 €25.000 €40.000 €7.500 €F-GRE-18, Sekundärbeleg, Primärtext ausstehend
Bremen5,5 %01.07.202516.500 €27.500 €44.000 €10.000 €F-GRE-07, Primärtext geprüft
Hamburg5,5 %01.01.202316.500 €27.500 €44.000 €10.000 €F-GRE-08, Sekundärbeleg, Primärtext ausstehend
Sachsen5,5 %01.01.202316.500 €27.500 €44.000 €10.000 €F-GRE-15, Primärtext geprüft
Berlin6,0 %01.01.201418.000 €30.000 €48.000 €12.500 €F-GRE-05, Primärtext geprüft
Hessen6,0 %01.08.201418.000 €30.000 €48.000 €12.500 €F-GRE-09, Primärtext geprüft
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %01.07.201918.000 €30.000 €48.000 €12.500 €F-GRE-10, teils Primärtext, teils Sekundärbeleg
Brandenburg6,5 %01.07.201519.500 €32.500 €52.000 €15.000 €F-GRE-06, Primärtext geprüft
Nordrhein-Westfalen6,5 %01.01.201519.500 €32.500 €52.000 €15.000 €F-GRE-12, Primärtext geprüft
Saarland6,5 %01.01.201519.500 €32.500 €52.000 €15.000 €F-GRE-14, Sekundärbeleg, Primärtext ausstehend
Schleswig-Holstein6,5 %01.01.201419.500 €32.500 €52.000 €15.000 €F-GRE-17, Sekundärbeleg, Primärtext ausstehend

Tabelle als CSV herunterladen (Semikolon-getrennt, eine Zeile je Land, mit Beleg-ID, Prüfstatus und Stand).

Sätze und Länder auf einen Blick

  • 6,5 %: Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein (4 Länder); bei 500.000 € Kaufpreis 32.500 €
  • 6,0 %: Berlin, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern (3 Länder); bei 500.000 € Kaufpreis 30.000 €
  • 5,5 %: Bremen, Hamburg und Sachsen (3 Länder); bei 500.000 € Kaufpreis 27.500 €
  • 5,0 %: Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen (5 Länder); bei 500.000 € Kaufpreis 25.000 €
  • 3,5 %: Bayern (ein Land); bei 500.000 € Kaufpreis 17.500 €

So ist die Tabelle gerechnet

Jede Zahl ist Kaufpreis mal Steuersatz des Landes, auf volle Euro abgerundet, berechnet mit derselben Funktion wie der Grunderwerbsteuer-Rechner.[F-KNBY-04] Die Sätze stammen aus den Landesgesetzen; die Spalte „Beleg“ nennt für jedes Land die Belegnummer und ob der Satz am Gesetzestext oder bisher nur über einen Sekundärbeleg geprüft ist. Die Spalte „Gilt seit“ zeigt den Stichtag, ab dem der Satz für Erwerbe gilt, soweit er am Gesetzestext belegt ist. Die drei Kaufpreise sind runde Beispielwerte, keine Durchschnittspreise eines Landes.

Wer mit eigenem Kaufpreis rechnen will, öffnet den Rechner mit Land und Preis vorbelegt, etwa Schleswig-Holstein mit 500.000 € oder Bayern mit 500.000 €. Notar und Grundbuch je Land zeigt die Übersicht Kaufnebenkosten nach Bundesland; jedes Land hat eine eigene Seite mit Steuersatz, Entwicklung und Nachbarländern, verlinkt in der Tabelle.

Zitieren und weiterverwenden

Tabelle und CSV dürfen Sie mit Nennung von „Immobilien-Steuerrechner“ und einem Link auf diese Seite frei verwenden (CC BY 4.0). Bitte geben Sie den Stand (26.09.2026) mit an: Die Länder ändern ihre Sätze per Gesetz, und diese Seite wird dann aktualisiert.

1.

Die passenden Rechner

2.

Annahmen und Grenzen

  • Bemessungsgrundlage ist hier der ganze Kaufpreis; mitverkauftes Inventar, Befreiungen (etwa unter Ehegatten oder Verwandten in gerader Linie) und Anteilskäufe sind nicht berücksichtigt.
  • Die Sätze gelten für Erwerbe ab dem genannten Stichtag; geprüft am 26.09.2026. Für einen früheren Kaufvertrag kann ein anderer Satz gelten.
  • Nur die Grunderwerbsteuer: Notar, Grundbuch, Makler und Finanzierung kommen hinzu, und die Kaufpreise selbst unterscheiden sich zwischen den Ländern stark. Ein niedriger Steuersatz sagt nichts darüber, wo ein Kauf insgesamt günstiger ist.
3.

Rechtsgrundlage und Belege

  1. F-KNBY-02

    Den Steuersatz der Grunderwerbsteuer darf jedes Land selbst bestimmen.

    Art. 105 Abs. 2a S. 2 GGPrimärtext geprüft

  2. F-KNBY-03

    Der Satz von 3,5 % gilt für Erwerbe seit dem 1. Januar 1997.

    § 23 Abs. 4 S. 1 GrEStGPrimärtext geprüft

  3. F-KNBY-04

    Die Grunderwerbsteuer wird auf volle Euro abgerundet.

    § 11 Abs. 2 GrEStGPrimärtext geprüft

  4. F-GRE-04

    Grunderwerbsteuer in Bayern: 3,5 %.

    § 11 Abs. 1 GrEStG; absence of a Bavarian rate law secondaryteils Primärtext, teils Sekundärbeleg

  5. F-GRE-03
  6. F-GRE-11
  7. F-GRE-13

    Grunderwerbsteuer in Rheinland-Pfalz: 5,0 %.

    Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz, Fragen und Antworten; state law portal not reachable (2026–09–28)Sekundärbeleg, Primärtext ausstehend

  8. F-GRE-16

    Grunderwerbsteuer in Sachsen-Anhalt: 5,0 %.

    GrEStFestG ST, official consolidated version as of 12.03.2013 (archived), web.archive.org snapshot 20130312063006 of landesrecht.sachsen-anhalt.de (search GrEStFestG ST) (read 2026–09–28, see F-GRST-01); no later change checked, the current portal is a JS appteils Primärtext, teils Sekundärbeleg

  9. F-GRE-18

    Grunderwerbsteuer in Thüringen: 5,0 %.

    Thüringer Landtag, Drucksache 7/8722 (adopted committee text, see F-GRTH-01); promulgated GVBl. text not reachable (2026–09–28); earlier Wikipedia rate tableSekundärbeleg, Primärtext ausstehend

  10. F-GRE-07
  11. F-GRE-08

    Grunderwerbsteuer in Hamburg: 5,5 %.

    Bürgerschaft Hamburg, Drucksache 22/6847 (Senate bill, see F-GRHH-01); promulgated text not reachable (2026–09–28); earlier Wikipedia rate tableSekundärbeleg, Primärtext ausstehend

  12. F-GRE-15

    Grunderwerbsteuer in Sachsen: 5,5 %.

    SächsGrEStSatzG v. 20.12.2022 (SächsGVBl. S. 705, 715), § 1–2 („beträgt 5,5 Prozent“; for Rechtsvorgänge „nach dem 31. Dezember 2022“)Primärtext geprüft

  13. F-GRE-05
  14. F-GRE-09
  15. F-GRE-10

    Grunderwerbsteuer in Mecklenburg-Vorpommern: 6,0 %.

    GVOBl. M-V 2019 Nr. 11 S. 190 (amending law read 2026–09–28, see F-GRMV-01); no later amendment checked, the consolidated portal is a JS appteils Primärtext, teils Sekundärbeleg

  16. F-GRE-06

    Grunderwerbsteuer in Brandenburg: 6,5 %.

    Gesetz über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer, § 1–2 („beträgt 6,5 Prozent“; for Rechtsvorgänge „ab dem 1. Juli 2015“)Primärtext geprüft

  17. F-GRE-12
  18. F-GRE-14

    Grunderwerbsteuer in Saarland: 6,5 %.

    Wikipedia „Grunderwerbsteuer (Deutschland)“ rate table cross-checked with prior research; state portal is a JS app not readable without a browser (2026–09–26)Sekundärbeleg, Primärtext ausstehend

  19. F-GRE-17

    Grunderwerbsteuer in Schleswig-Holstein: 6,5 %.

    Wikipedia „Grunderwerbsteuer (Deutschland)“ rate table cross-checked with prior research; state portal is a JS app not readable without a browser (2026–09–26)Sekundärbeleg, Primärtext ausstehend

Der Prüfstatus steht an jedem Beleg; ein Sekundärbeleg ist noch nicht am Gesetzestext bestätigt. Zur Methodik

Verantwortlich: Max Caramann. Rechenergebnisse, keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.